Grundlagen
Nach § 58 NSchG sind die Schülerinnen und Schüler verpflichtet, regelmäßig am Unterricht teilzunehmen.
In § 71 NSchG werden die Eltern verpflichtet, dafür zu sorgen, dass ihre Kinder regelmäßig am Unterricht und an sonstigen schulischen Veranstaltungen teilnehmen.
Eltern handeln ordnungswidrig, wenn sie diesen Verpflichtungen nicht nachkommen (§ 176 NSchG). Die Ordnungswidrigkeit kann mit einem Bußgeld geahndet werden.

Maßnahmenkatalog:

Beurlaubung vom Unterricht auf Antrag der Eltern

Es wird gemäß den Rechts- und Verwaltungsvorschriften verfahren. Anträge auf „Beurlaubung vom Unterricht“ sind von den Erziehungsberechtigten schriftlich einzureichen.

Der/die Klassenlehrer/in kann einen Schüler/eine Schülerin in begründeten Ausnahmefällen bis zu einem Schultag vom Unterricht befreien. Ausnahme: Dieser Schultag liegt direkt vor oder nach den Ferien. In diesem Fall kann nur die Schulleitung beurlauben.

Beurlaubungen, die über einen Schultag hinausgehen, können nur von der Schulleitung genehmigt werden.

Fehlen eines Schülers/einer Schülerin wegen Erkrankung

- Fehlt ein Schüler/eine Schülerin krankheitsbedingt, muss der/die Erziehungsberechtigte möglichst bis 7.45 Uhr in der Schule anrufen und das Fehlen melden. Der Anruf wird als Kurznotiz vermerkt und in der Regel vor Unterrichtsbeginn an die Klassenlehrerin/den Klassenlehrer weitergeleitet.

- Es wird in den Klassen vereinbart, wer dem/der Fehlenden nach Unterrichtsschluss die Hausaufgaben und evtl. Materialien weitergibt.

- Kommt ein Schüler/eine Schülerin nach seiner/ihrer Genesung wieder zur Schule, bringt er/sie eine schriftliche Entschuldigung mit.

- Schüler/Schülerinnen, die z. B. aufgrund vorhergehender Krankheit nicht am Sport- bzw. Schwimmunterricht teilnehmen sollen, werden von den Eltern über die Klassenlehrerin/den Klassenlehrer entschuldigt. Sind die Sportstunden Randstunden, entscheidet der Grund der Entschuldigung darüber, ob das Kind in Absprache mit den Eltern nach Hause geschickt wird oder ob es mit in die Halle geht. Beim Schwimmunterricht (4. Schuljahr) sind die o. g. Kinder nach der 3. Stunde (11.00 Uhr) vom Unterricht befreit.

Unentschuldigtes Fehlen sowie entschuldigtes Fehlen ohne bzw. mit fragwürdiger Begründung

- Im Wiederholungsfall führt die Klassenlehrerin/der Klassenlehrer ein Gespräch mit den Erziehungsberechtigten. Die Absprachen werden schriftlich festgehalten.

- Sollte keine Änderung eintreten, findet ein erneutes Gespräch statt und die Klassenlehrerin/der Klassenlehrer verweist auf die getroffenen Absprachen.

- Bei gleichbleibender Problematik wird die Schulleitung hinzugezogen. Es folgt ein Gespräch zwischen Schulleitung, Erziehungsberechtigten und Klassenlehrkraft.

- Kommt es weiterhin zu häufigem/fragwürdigem Fehlen, wird das Jugendamt eingeschaltet.

- Sollten alle diese Maßnahmen nicht fruchten, muss ein Bußgeldverfahren eingeleitet werden.



Beschluss der Gesamtkonferenz vom 07.12.2011